Das Zugdrachenantriebssystem ist für Windstärken zwischen 3 und 8 Beaufort ausgelegt (dies entspricht etwa einer Windgeschwindigkeit zwischen 15 und 70 km/h). Bei geringerer Windstärke kann das System zwar noch gelandet, aber nicht mehr gestartet werden (auch bei kräftigerem Wind bis zu einer Stärke von 10 Beaufort, also ca. 100 km/h, und entsprechend starken Windböen kann das System noch problemlos gelandet werden).
Mit dem Zugdrachenantriebssystem können Kurse bis zu 50° am Wind gefahren werden, das bedeutet also, dass der Winkel zwischen der Fahrtrichtung des Schiffes und der Richtung, aus der der Wind kommt, nicht kleiner als 50° werden darf, damit das Zugdrachenantriebssystem Vortrieb erzeugen kann.
Das Zugdrachenantriebssystem soll je nach Größe des Systems unter Normbedingungen (vgl. Tabelle 46) Leistungen bis zu 5000 kW (entspricht ca. 6800 PS) erzeugen. Es ist jedoch bereits abzusehen, dass dennoch höchstens mit einer Treibstoffersparnis von 50% gerechnet werden kann.
Mit Hilfe der Steuerungsmöglichkeiten kann der Zugdrachen aus jeder Position innerhalb von 30 Sekunden in eine fast neutrale Zenitstellung gebracht werden, sodass das Zugseil annähernd senkrecht zur Wasseroberfläche steht. Somit übt der Zugdrachen nahezu keine für den Vortrieb relevanten Kräfte auf das Schiff aus, da die Kraft in Zugseilrichtung und damit nach oben wirkt.
Dieses Vorgehen kann z.B. notwendig sein, um Kollisionen mit anderen Schiffen zu vermeiden.
Im Folgenden soll der Versuch unternommen werden, das Zugdrachenantriebssystem mit dem gängigen Segelsystem zu vergleichen, da sich die Frage stellt, warum man eigentlich ein neues System zur Nutzung des Windes entwickelt, wenn bereits ein solches existiert.
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